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Alter: 40 Angemeldet seit: 04.01.2009 Beiträge: 695 
Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: 07.Mai.09 13:08 Nr: 16942 Titel: Das Ende der Welt |
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Unzufrieden verzog Karl das Gesicht. „Sieht langweilig aus. Was ist da?“
„Da ist nichts“, antwortete ich.
Er kniff die Lider zusammen, peitschte angestrengt mit dem Schwanz, beugte sich ganz weit vor. Dann schüttelte er den Kopf. „Aber da muss doch irgendwas sein!“
„Karl“, sagte ich, „dies ist der Rand des Universums, und dahinter kommt nichts.“
„Das hättest du auch gleich sagen können“, murrte er. „Jetzt sind wir hier für nichts und wieder nichts.“
„Du wolltest ans Ende der Welt“, erinnerte ich ihn. „Da sind wir jetzt!“
Wieder starrte er auf die andere Seite. Plötzlich deutete er irgendwohin, rief aufgeregt: „Da! Da! Ich hab's genau gesehen! Ein Elektron! Also ist da doch nicht nichts!“
Manchmal ist er kindisch.
„Karl“, sagte ich, „da war kein Elektron. Da war gar nichts.“
„Ist das noch mehr als nichts? Gar nichts?“
Jetzt wollte er mich ärgern. Ich sah es an seinen gelb lodernden Augen. Es roch auch ein bisschen nach Schwefel.
Ich konzentrierte mich und formte eine Lichtblase. Für den Bruchteil einer Sekunde glomm sie dort auf, wo Karl das Elektron gesehen zu haben behauptete. Augenblicklich erbebte das ganze Universum. Karl erschrak. „Was machst du da?“
„Ich zeige dir nur, was passiert, wenn tatsächlich nichts Masse oder Energie hat. Das hebt das Gleichgewicht aus den Fugen. Wenn da also wirklich Elektronen wären, könntest du hier keinen Fuß mehr vor den anderen setzen, weil alles durcheinanderliefe. Und wahrscheinlich sind durch meine kleine Demonstration eben gerade gewaltige Löcher im Universum entstanden, also sieh dich vor, wenn wir nach Hause gehen, nicht dass du in nichts trittst.“ _________________ Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Che Guevara) |
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