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Windmühlenflügel

 
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aids fini :: ICH LASSE MICH NICHT FESTNAGELN  
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NDK





Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 677



BeitragVerfasst am: 24.Nov.06 11:54 Nr: 232    Titel:  Windmühlenflügel

Nichts ist, wie es scheint.
Du denkst nur so.
Nichts ist richtig oder falsch.
Du meinst nur so.

Am Horizont drehen sich die Windmühlenflügel,
als wollten sie mich verspotten.
Komm, komm, kämpfe gegen uns.
Wir werden dir helfen die Wahrheit zu finden.
Komm, komm, kämpfe gegen uns.
Wir zeigen dir, wer du wirklich bist.
Komm, kämpfe gegen uns.
Wir zertrümmern dir den Schädel.
Es wird schnell gehen, du wirst nichts spüren.
Komm, kämpfe gegen uns.
Als ich mich abwende, wandert mein Blick
zum Schreibtisch auf all die wichtigen Dinge,
für die ich kämpfen werde bis zum Schluss.
Am Horizont drehen sich die Windmühlenflügel.

Nichts ist, wie es scheint.
Du denkst nur so.
Nichts ist richtig oder falsch.
Du meinst nur so.


Zuletzt bearbeitet von NDK am 24.Nov.06 19:02, insgesamt einmal bearbeitet
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Gast










BeitragVerfasst am: 24.Nov.06 17:08 Nr: 285    Titel:  

das Meinen wie es ist...


hast Du in einfachen Worten gut eingefangen
vor allem mit dem Blick auf den Schreibtisch..

und dann zurück

Du hast es lebendiger gemacht fassbarer
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rosste




Alter: 50
Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 453

Wohnort: norwegen

BeitragVerfasst am: 24.Nov.06 17:41 Nr: 296    Titel:  

hallo ndk,
schöner aufbau, schöne bilder
Zitat:
Wir zeigen dir, wer du wirklich bist.
ist klasse - dann kommt:
Zitat:
Wir zertrümmern dir den Schädel.
- das bekomme ich nicht unter einen hut mit dem ersteren
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Melusine




Alter: 45
Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 3364

Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 24.Nov.06 17:57 Nr: 301    Titel:  

Hallo NDK,
dein Gedicht spricht mich an. Ich bin zu wenig "Lyrikerin", um es "beurteilen" zu können, aber es sagt mir etwas, spricht mich einfach auf emotionaler Ebene an und ist für mich nachvollziehbar.
Interessant für mich auch: Ich kann mich nicht erinnern, von dir schon mal Vergleichbares gelesen zu haben, es ist viel schlichter und irgendwie härter im Stil als die Gedichte, die ich bisher von dir kenne.
Vermutlich spricht es mich gerade auch deshalb stark an. Weil ich mit Prosagedichten vielleicht einfach mehr anfangen kann als mit sehr lyrischen Texten.

Ich mag es.

Liebe Grüße
Mel
_________________
Das Eigentümliche bei Adorno ist, dass man nie recht weiß, was er eigentlich will.
(Hanns Eisler)
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NDK





Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 677



BeitragVerfasst am: 24.Nov.06 18:52 Nr: 313    Titel:  

Hallo Ihr drei,

Prosa/Prosalyrik war bis jetzt nicht mein Thema. Ich denke, das merkt man hier. Der Text kommt mir im Mittelteil selbst noch etwas ungelenk vor.
"Wir zertrümmern dir den Schädel." kann man vielleicht noch am ehesten nachvollziehen, wenn man mal persönlich unter einem von den Windrädern neuerer Technologie gestanden hat. Wink

Jedenfalls war mir die Grundidee wichtig - die Unsinnigkeit für oder gegen etwas zu kämpfen, obwohl man die gesamte Situation kaum "richtig" einschätzen kann, und deshalb im Grunde auch nie wirklich gewinnen kann...

Dankeschön für Eure Kommentare!

Liebe Grüße, NDK
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Dani




Alter: 29
Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 294

Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 29.Nov.06 18:18 Nr: 800    Titel:  

Hallo NDK,
ich finde gerade diese Zeilen sehr aussagekräftig, sie wirken:
Zitat:
Wir zertrümmern dir den Schädel.
Es wird schnell gehen, du wirst nichts spüren.

Die Bedeutung des geflügelten Wortes "Kampf gegen Windmühlen" ist ja: Lass` es sein, du wirst niemals dagegen ankommen und dich den Rest deines Lebens damit beschäftigen müssen. Du bringst es dadurch in einen anderen Kontext, nämlich in meinen Augen den, dass ein Aufgeben oder überhaupt Sehen von Windmühlen auch eine (gedankliche/gefühlsmäßige) Aufgabe bedeuten kann.
Irgendwie heißt das für mich: Relativismus ja, aber und das finde ich gut. Ja, die Realität ist Fiktion, aber es gibt Dinge, die für mich klar sind, die ich klar haben will.
Das Gedicht hat, davon abgesehen, eine klasse Melodie.
LG, Dani
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NDK





Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 677



BeitragVerfasst am: 01.Dez.06 11:11 Nr: 1050    Titel:  

Danke Dir, Dani, für diese klugen und wichtigen Gedanken.

Es gibt für alles naturgegeben Grenzen. Wenn man die nicht erkennt, verliert man sich leicht in den eigenen Illusionen. Das Aufwachen kann dann sehr unangenehm sein.
Ein Beispiel: Manchmal hört man Sprüche wie "Ein Leben lang habe ich mich aufgeopfert für eine Sache oder einen Menschen, und zum Schluss stand ich mit leeren Händen da". Wenn man rechtzeitig erkannt hat, dass man diesen leeren Hände kaum entkommen wird, einfach weil sie zum Leben dazu gehören, kann man das, was einem begegnet, wirklich wertschätzen - und zwar in dem Moment, wo es einem begegnet. Äußere Grenzen zu akzeptieren kann also auch heißen, das Wesentliche in dem zu finden, was längst vorhanden ist.

Liebe Grüße, NDK
_________________
Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt.
(Christian Friedrich Hebbel)
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rosste




Alter: 50
Angemeldet seit: 22.11.2006
Beiträge: 453

Wohnort: norwegen

BeitragVerfasst am: 01.Dez.06 11:27 Nr: 1053    Titel:  

Zitat:
Äußere Grenzen zu akzeptieren kann also auch heißen, das Wesentliche in dem zu finden, was längst vorhanden ist.

- das hast du gut gesagt, ndk.
versteh auch dein gedicht inzwischen besser.
für mich entnehme ich aus deinem gedicht:
windmühlen sind nicht mein bier. hab ich doch düsenjäger in meinem kopf.
lg
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brigitte.m




Alter: 58
Angemeldet seit: 23.11.2006
Beiträge: 702

Wohnort: nähe von hannover und wolfsburg

BeitragVerfasst am: 04.Dez.06 03:21 Nr: 1377    Titel:  

ich finde, dies gedicht sehr stark in der aussage.
auch wegen der abwägung - nicht sinnlos kämpfen - aber für das was wichtig - da ist kampf angesagt - weil es sinn macht.

lg brigitte
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